Ich bekomme das immer mal wieder erzählt, aber jetzt schreibe ich auch einmal ein paar Gedanken zu dem Thema aus meiner Sicht. Denn ich denke gerne an eine Begegnung der letzten Monaten zurück, die hoffentlich Lust und Trost geschenkt hat – die Lust war spürbar, der Trost erweist sich im Alltag oder in der weiteren Arbeit, mit der sklavennaturen an ihrem Leben und ihrer Ausrichtung Freude haben können.

Ich kann nur erahnen, was es bedeutet, wenn mir jemand nach der ersten Begegnung erzählt, er hätte drei Jahre mit sich gerungen, bis er sich getraut habe, zu mir zu kommen. Was müssen das für Kämpfe sein, wie gross muss der Hunger, die Sehnsucht werden? Und welches Bild von sich selbst pflegt Mann, wenn er sich jeweils wieder dagegen entscheidet, womöglich aus Scham?

Nichts an ersehnter Submission ist ein Grund, sich zu schämen. Es ist eine sexuelle Spielart, eine Ausrichtung und Konstellation, in der sich Dinge gar intensiver erleben lassen, die zu jedem Lusterlebnis mit dazu gehören:

 

Den Körper spüren,
Hingabe zeigen und erfahren,
Macht und Ohnmacht geniessen.
Und: Spielen.

Befreit in Fesseln liegen ist keine paradoxe Aussage, sondern eine wunderbare Erfahrung.

Wenn ein solcher Mensch seine Kämpfe überwindet, sie annimmt, zu mir kommt und ich dann einen Mann – oder eine Frau – vor mir habe, deren Sehnsucht ich fast mit Händen greifen kann – wie kann ich mir dann etwas anderes wünschen, als dass der gegangene Weg genau jetzt zu einem Brunnen führt, an dem du rasten kannst – und gierig trinken?

Es liegt ein grosses Potential in einem submissiven Geist – er kann mich meinerseits dazu bringen, immer wieder neu auf mich selbst zu achten und mein Feuer fürs eigene Erleben zu nähren. Denn genau das ist für mich so schön. Erkennen dürfen, was ich in dir schon viel besser sehe als du selbst – und es dir zeigen.

Und dabei, mein lieber sklave, schwingt meine Botschaft mit. Gerade in deiner Sehnsucht nach Unterwerfung und Führung bist du besonders schön.